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Ein Jahresausklang von Phil Höfer

Elzer Weihnachtsmarkt: Adventsstimmung und Musik, fast Coronakonform

Das Buch "The Last Continent" von Terry Pratchett und eine Packung Kekse
Meine Ausbeute des Abends: Ein Buch, eine Tüte Kekse und ein Fischbrötchen (letzteres nicht im Bild)

Ende November, am Sonntag dem 28., fand der Elzer Weihnachtsmarkt statt. Passend zum Fest und zum Jahresausklang will ich hier nun ein paar Gedanken darüber verlieren.

Ich musste eine Weile überlegen, ob ich in Zeiten einer Pandemie überhaupt guten Gewissens einen Weihnachtsmarkt besuchen kann. Bisher hatte ich es dank Homeoffice und Online-Meeting eigentlich recht gut geschafft, persönlichen Kontakt auf ein notwendiges Maß zu reduzieren. Aufgrund der Tatsache, dass der Markt unter freiem Himmel und mit 2G-Regeln (dazu später mehr) stattfindet, habe mich mir dann aber einen Ruck gegeben und bin mit meiner Familie zum Weihnachtsmarkt aufgebrochen.

Und was soll ich sagen, es war ein Elzer Weihnachtsmarkt, wie man ihn so kennt. Die üblichen Imbisstände wie auch die Grillstände von Feuerwehr und MC Pegasus sorgten für das leibliche Wohl; die Stände der kleinen lokalen Kunsthandwerker und die musikalische Begleitung des Abends vervollständigten die Weihnachtsmarktatmosphäre. Auch passend zum Thema war der kleine Weihnachtsbaum des Integrationsbüros, der mit kleinen Kärtchen mit Kinderwünschen geschmückt war. Hier konnte man sich einen Wunsch aussuchen (in meinem Fall eine Bastelkiste oder Aquarellmalstifte) und diesen dann einem Kind erfüllen, dessen Eltern es nicht ohne weiteres könnten. Nicht unterschlagen möchte ich zuletzt noch das Elzer Haus der Jugend, das aller Kälte zum Trotz die Kinder mit allerlei Bastelei unterhielt, und die Stadtbibliothek, die in einem Bücherflohmarkt einige ältere Bücher in ihrem Bestand zu einem Spottpreis veräußerte.

Alles in allem würde ich den Weihnachtsmarkt gerne als gelungenen Ausklang eines nicht ganz so gelungenen Jahres ansehen. Einen Moment mal die Pandemie aus den Augen lassen und einfach Mensch sein. Aber einen Moment mal; da war doch immer noch diese Pandemie. Leider kann ich hier nicht guten Gewissens enden, ohne doch noch ein Wörtchen über die Corona-Maßnahmen und die 2G-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt zu verlieren. Mein einziger Wermutstropfen des Abends war nämlich, dass eben diese nicht geprüft wurden. Besucher mussten zwar entweder einen Impfpass oder die Corona-Warn-App vorzeigen, aber zumindest letztere wurde leider nicht auf Gültigkeit überprüft. Das wäre eigentlich nicht schwer gewesen: Der QR-Code aus der Corona-Warn-App lässt sich mit nahezu jedem handelsüblichen Smartphone prüfen.
Wenn ich immer wieder beobachte, wie in manchen Geschäften (oder hier beim Weihnachtsmarkt) durch bloßes Gucken auf den Handybildschirm das Impfzertifikat “geprüft” wird, muss ich immer scherzhaft daran denken, dass es sich ja um einen Cyborg handeln könnte, der mit einer Kamera im Auge den Code scannt und über einen Chip im zerebralen Cortex die Signatur überprüft. Ich würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Aber ich will nicht nur meckern, denn damit ist niemandem geholfen. Zum Ersten freue ich mich über den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt und als Zweites schaue ich, was ich dafür tun kann, dass es beim nächsten Mal besser läuft. Das nächste Mal könnten nämlich die geplanten Feierabend-Märkte sein (der erste lief sehr vielversprechend), die eventuell auch mit 2G-Auflagen stattfinden könnten. Und in der Tat hatte ich mir vorgenommen, das Thema im nicht-öffentlichen Teil der nächsten Sitzung einmal anzusprechen. Die besagte Sitzung ist mittlerweile gewesen und, obwohl ich zum Verlauf naturgemäß nichts sagen kann, bin ich weiter an dem Thema dran. Da wären wir dann schon bei den Vorsätzen fürs nächste Jahr.

Ansonsten ist die Arbeit im Stadtrat nun für dieses Jahr vorbei. Über die letzte Sitzung des Jahres habe ich live in den sozialen Medien berichtet – das versuche ich regelmäßig so umzusetzen. Ich möchte mich nochmals bei allen Bürgern im Gebiet der Stadt Elze dafür bedanken, dass sie mir die Gelegenheit gegeben haben, mich im Stadtrat zu engagieren. Wenn Ihnen mal etwas auffällt oder Sie schon immer etwas gestört hat und ich oder der Rest des Stadtrates dabei helfen kann, lassen Sie es mich gerne wissen. Um es mit den Worten von ein paar wesentlich bekannteren Piraten aus Osnabrück zu sagen: “Versprechen kann ich’s nicht, nur dass ich alles dafür tu.”

Und damit verabschiede ich mich für dieses Jahr, wünsche schöne Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und, dass ihr alle gesund und munter bleibt.

Phil Höfer

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